Türkei untersucht mögliches Komplott gegen Erdogan nach Festnahme von Jugendlichen mit Sprengstoff
Die türkischen Behörden führen Ermittlungen durch, nachdem zwei 15-jährige Jugendliche mit selbstgebauten Sprengsätzen festgenommen wurden. Im Zuge der Ermittlungen ergaben sich Hinweise auf ein mögliches Attentat auf den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und einen Angriff auf das türkische Parlament.
Der Fall wird von der Anti-Terror-Einheit der Polizei untersucht. Die Jugendlichen wurden mit den Sprengsätzen aufgegriffen, woraufhin die Ermittler begannen, Informationen über die mögliche Vorbereitung von Anschlägen zu prüfen.
Im Rahmen desselben Falls wurde ein 18-jähriger Verdächtiger festgenommen, dem der Transport von Sprengstoff vorgeworfen wird. Die Staatsanwaltschaft forderte seine Inhaftierung, das Gericht ließ ihn jedoch unter Meldeauflagen frei.
Den Ermittlungen zufolge könnte der Vorfall mit den Aktivitäten einer radikal-nationalistischen Gruppe namens „Turkistische Bewegung“ zusammenhängen. Laut einem Festgenommenen könnte die Organisation etwa 150 Mitglieder haben und von einem 19-Jährigen angeführt werden.
Die Ermittler prüfen zudem Informationen über mögliche Angriffspläne auf das Parlament sowie auf eine Veranstaltung der pro-kurdischen Partei DEM in Istanbul.
Gleichzeitig führten Anti-Terror-Einheiten umfangreiche Durchsuchungen in Antalya durch, wobei Dutzende Häuser von mutmaßlichen Anhängern der Bewegung kontrolliert wurden.
Vertreter der Organisation bestreiten die Existenz eines ernsthaften Angriffsplans und behaupten, die beschlagnahmten Vorrichtungen seien primitiv gewesen und gewöhnlichen Böllern ähnlich.
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