Evakuierung der MV Hondius: Passagiere mit Hantavirus unter strengster Kontrolle von Teneriffa abtransportiert

Vor der Küste Teneriffas hat eine groß angelegte internationale Operation zur Evakuierung der Passagiere des Kreuzfahrtschiffes MV Hondius begonnen, auf dem Fälle von Hantavirus-Infektionen festgestellt wurden. Die Operation startete gegen 13 Uhr zyprischer Zeit und findet unter verstärkten Sicherheitsmaßnahmen und strengen Sanitärprotokollen statt. Berichten zufolge sind drei Passagiere — ein Ehepaar aus den Niederlanden und eine deutsche Staatsbürgerin — verstorben.
Das Schiff traf im Morgengrauen vor Teneriffa ein, woraufhin medizinische Experten an Bord gingen, um abschließende Kontrollen durchzuführen und mit der Evakuierung zu beginnen. Spanische Passagiere waren die ersten, die in kleinen Booten in Fünfergruppen an Land gebracht wurden. Anschließend wurden sie zum Flughafen transportiert und mit einem Militärflugzeug nach Madrid geflogen, um dort eine bis zu sechswöchige Quarantäne zu absolvieren.
Das spanische Gesundheitsministerium teilte mit, dass die Passagiere keine Krankheitssymptome zeigen, jedoch alle Personen an Bord als Hochrisikopersonen gelten. Die Weltgesundheitsorganisation betont, dass das Risiko für die allgemeine Bevölkerung gering bleibt.
In einem von den spanischen Behörden veröffentlichten Bericht wird festgestellt, dass an Bord keine Nagetiere — die Hauptüberträger des Virus — gefunden wurden. Die sanitären und ökologischen Bedingungen des Schiffes wurden als normgerecht eingestuft, und eine Infektionsübertragung durch Kontakt mit Nagetieren wurde ausgeschlossen.
An der Operation sind mehrere Länder beteiligt, darunter Belgien, Frankreich, Deutschland, Irland, die USA, Großbritannien und die Niederlande, die Flugzeuge zur Evakuierung ihrer Bürger entsandt haben. Laut der spanischen Gesundheitsministerin Mónica García werden nach den Spaniern Passagiere aus den Niederlanden, Deutschland, Belgien und Griechenland vom Schiff geholt, gefolgt von Bürgern aus der Türkei, Frankreich, Großbritannien und den USA.
Besondere Aufmerksamkeit gilt der schwierigsten Phase der Operation — der Ankunft eines Evakuierungsfluges aus Australien, die für Montagabend erwartet wird. Etwa 30 Besatzungsmitglieder werden an Bord bleiben und in die Niederlande weiterfahren, wo der Liner einer vollständigen Desinfektion unterzogen wird.
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