Inflation auf Zypern beschleunigt sich: Treibstoff und Lebensmittel verteuern sich am stärksten

Auf Zypern wurde vor dem Hintergrund der Auswirkungen des Nahostkonflikts eine Beschleunigung der Inflation verzeichnet. Nach Angaben des Verbraucherschutzdienstes und des Statistischen Amtes erreichte die Jahresinflation im April 2026 2,8 %, verglichen mit 1,2 % im März und 0,1 % im Februar.
Der spürbarste Preisanstieg war in der Kategorie Mineralölprodukte zu verzeichnen — ein Plus von 18,3 % im Vergleich zum April des Vorjahres und von 12,6 % im Vergleich zum März. Auch landwirtschaftliche Produkte (+9,6 %) und Dienstleistungen (+3,5 %) verteuerten sich. Die Kosten für Strom und Wasser sanken hingegen um 8 %.
Die Lebensmittelinflation belief sich auf 4,8 %. Zu den Waren, die im Laufe des Monats teurer wurden, gehörten Meeresfrüchte, Waschpulver, Zucker, Babynahrung, Gasflaschen und Toilettenpapier.
Gleichzeitig verzeichneten einige Kategorien einen Preisrückgang. Am deutlichsten sanken die Preise für Käse, frisches Gemüse, Kondensmilch, gefrorenen Fisch, Wurstwaren und Getränke.
Der Verbraucherschutzdienst veröffentlichte auch Daten der Plattform „e-kalathi“, die die Preise identischer Waren in den größten Supermärkten des Landes vergleicht. Der Unterschied zwischen dem teuersten und dem günstigsten Geschäft betrug bei einem Warenkorb von 257 Artikeln fast 120 Euro.
Der teuerste Supermarkt war demnach „Philippos“, der günstigste „Athienitis“. Die Behörden rufen die Einwohner dazu auf, die Plattform und die mobile App aktiver zu nutzen, um günstigere Preise zu finden.
Experten weisen darauf hin, dass die steigenden Energiepreise den Markt weiterhin belasten, obwohl sich das allgemeine Tempo der Preiserhöhungen etwas verlangsamt hat.
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