Rote Alarmstufe: Maul- und Klauenseuche-Ausbruch in Athienou verschärft Krise in der Viehwirtschaft
Im Bezirk Athienou wurde die rote Alarmstufe ausgerufen, nachdem mindestens drei neue Fälle von Maul- und Klauenseuche (MKS) in Schaf- und Ziegenbetrieben festgestellt wurden. Offizielle Erklärungen der Veterinärdienste werden in Kürze erwartet, doch die Situation sorgt bereits für ernsthafte Besorgnis.
Die Gemeinde hatte zuvor gemeinsam mit den Viehhaltern weitreichende Maßnahmen zur Eindämmung der Infektion ergriffen: In der Region wurden sieben Desinfektionspunkte eingerichtet und die Zufahrten zur Viehzuchtzone gesperrt. In dem Gebiet konzentrieren sich etwa 30 Betriebe mit rund 15.000 Rindern und etwa 20.000 Schafen und Ziegen.
Die Krise begann nach dem ersten festgestellten Fall im Februar 2026 und hat sich seitdem erheblich verschärft. Bis heute wurden inselweit mindestens 108 infizierte Betriebe registriert, die meisten davon in Larnaka und Nikosia.
Die Viehverluste sind nach wie vor extrem hoch. Fast 39.000 Schafe und Ziegen, mehr als 2.000 Rinder sowie Zehntausende Schweine wurden getötet. Der Anteil infizierter Tiere liegt bei 8,1 % beim Kleinvieh, 2,8 % beim Großvieh und fast 8 % in der Schweinezucht.
Trotz aktiver Impfungen konnte die Situation noch nicht vollständig unter Kontrolle gebracht werden. In Famagusta ist die Impfkampagne abgeschlossen, in Larnaka fast beendet, während die Zahlen in Nikosia niedriger bleiben.
Experten warnen, dass eine weitere Ausbreitung der Krankheit der Landwirtschaft und der Wirtschaft Zyperns schweren Schaden zufügen könnte, wenn keine zusätzlichen Maßnahmen ergriffen werden.
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