Prozess gegen Ekrem İmamoğlu wegen angeblich gefälschtem Diplom eröffnet
Ein Hochsicherheitsgericht im Gefängnis Silivri hat heute den Prozess gegen den Bürgermeister von Istanbul, Ekrem İmamoğlu, eröffnet, dem vorgeworfen wird, ein gefälschtes Universitätsdiplom verwendet zu haben. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Haftstrafe von 2,5 bis 8,5 Jahren.
Laut den Prozessakten wurde das umstrittene Diplom an einer Universität in Nordzypern erworben. Die Ermittler behaupten, dass das Diplom zum Zeitpunkt der Ausstellung nicht offiziell vom Türkischen Hochschulrat anerkannt war. Später gab die Universität Istanbul die Aufhebung der Gleichwertigkeit des Titels bekannt, was die Grundlage für die Strafverfolgung bildete.
Die Staatsanwaltschaft erklärt außerdem, dass İmamoğlu im Falle einer Verurteilung seiner politischen Rechte beraubt und von der Teilnahme an Wahlkämpfen ausgeschlossen werden könnte. Der Fall hat erhebliche Aufmerksamkeit in türkischen und internationalen Medien erregt.
Die oppositionelle Republikanische Volkspartei (CHP) bezeichnete das Vorgehen als politische Operation. Die Ankläger bestehen darauf, dass es sich um die Fälschung eines amtlichen Dokuments handelt.
Der Fall gilt als bedeutend für die politische Zukunft eines der führenden Vertreter der türkischen Opposition. Quelle: Zyprische Nachrichtenagentur (ΚΥΠΕ).
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