Landesweiter dreistündiger Streik auf Zypern am 11. September wegen Streitigkeiten über Lebenshaltungskosten-Ausgleich
Fast alle Wirtschaftssektoren Zyperns werden von einem dreistündigen landesweiten Streik betroffen sein, der für den 11. September von 11:00 bis 14:00 Uhr geplant ist. Diese Entscheidung trafen die größten Gewerkschaften nach erfolglosen Verhandlungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern unter Vermittlung des Arbeitsministeriums über die Zahlung des Lebenshaltungskosten-Ausgleichs (CoLA).
Nach Angaben der Gewerkschaft Peo haben Beschäftigte aus dem Bauwesen, den Kommunen, Flughäfen, Bildungseinrichtungen und dem privaten Sektor ihre Teilnahme bestätigt. Ausnahmen gelten nur für Dienste, die eine Mindestbesetzung sicherstellen — vor allem Krankenhäuser, in denen die notwendige Versorgung und Sicherheit der Patienten gewährleistet bleibt.
Vertreter der Gewerkschaften erklärten, dass der Streik eine Warnaktion sei und die erste größere Aktion seit 2023 darstellt. Das Arbeitsministerium betonte, dass die Verhandlungen über CoLA fortgesetzt werden sollten, um den Arbeitsfrieden auf der Insel zu wahren. Gleichzeitig warnte die Handels- und Industriekammer (Keve) vor Risiken für die Wirtschaft und forderte beide Seiten zur Verantwortung auf.
Für die Bewohner Zyperns bedeutet der Streik mögliche Störungen bei kommunalen und staatlichen Diensten, im Transportwesen sowie bei einigen privaten Unternehmen während der angegebenen Stunden. Dies kann den Schulbetrieb, Verwaltungsstellen und andere wichtige Einrichtungen beeinträchtigen. Informationen darüber, welche Ämter geöffnet oder geschlossen sein werden, sollen in den nächsten Tagen veröffentlicht werden.
Nach Angaben des Arbeitsministeriums treten solche Streiks bei langanhaltenden Meinungsverschiedenheiten über Lohnerhöhungen und Entschädigungen auf. Es wird empfohlen, mögliche Einschränkungen bei der Planung von Erledigungen und Besuchen staatlicher Stellen am 11. September zu berücksichtigen.
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