Cyprus, Nicosia

Die Polizei Zyperns erhält das Recht, Führerscheine bei Alkohol- und Drogenkonsum vorübergehend einzuziehen

05.02.2026 / 20:20
Nachrichtenkategorie

Bei einer Sitzung des Rates für Verkehrssicherheit wurde beschlossen, der Polizei die Befugnis zu erteilen, Führerscheine von Fahrern, die unter Alkohol- oder Drogeneinfluss am Steuer sitzen, vorübergehend einzuziehen.

Grundlage dafür ist eine Gesetzesänderung, die das Parlament im Dezember vergangenen Jahres verabschiedet hat. Das Gesetz erlaubt es der Polizei, Führerscheine von Verstößern, die eine Gefahr für die Verkehrssicherheit darstellen, sofort auszusetzen.

Der Verkehrsminister wird die entsprechenden Befugnisse in naher Zukunft offiziell an den Polizeichef übertragen. Danach können Verkehrspolizisten vor Ort über eine vorübergehende Aussetzung der Fahrerlaubnis entscheiden.

So funktioniert das neue Verfahren:

  • bei einem positiven Alkohol- oder Drogentest überreicht der Polizeibeamte dem Fahrer eine offizielle Mitteilung über die Aussetzung der Fahrerlaubnis;
  • der Verstoßende wird festgenommen und gemäß der geltenden Praxis zur nächstgelegenen Polizeidienststelle gebracht;
  • Informationen über die Aussetzung werden an den Polizeichef
    übermittelt, wo die Daten in das elektronische System eingetragen werden.

Bei Feststellung von Drogen kann der Fahrer den Führerschein erst nach Vorlage eines medizinischen Nachweises über das Nichtvorhandensein verbotener Substanzen im Körper zurückerhalten.

Bei Alkoholisierung hängt die Dauer der Aussetzung vom Grad der Überschreitung des zulässigen Werts ab — bis zur Gerichtsverhandlung oder für ein bis zwei Monate.

Wird ein Fahrer mit ausgesetztem Führerschein erneut am Steuer angetroffen, drohen zusätzliche Sanktionen.

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