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Halloumi-Hersteller fordern Rücknahme der Senkung des Ziegen- und Schafmilchanteils

18.05.2026 / 12:47
Nachrichtenkategorie

Die landwirtschaftlichen Organisationen PEK, EKA und die „Neue Agrarbewegung“ sowie die Verbände der Ziegen- und Schafzüchter haben einen Brief an den Präsidenten der Republik Zypern, Nikos Christodoulidis, gerichtet. Sie fordern die Aufhebung des Dekrets vom 13. Mai 2026, mit dem der Anteil von Ziegen- und Schafmilch bei der Halloumi-Herstellung von 25% auf 15% gesenkt wurde.

In dem Schreiben wird betont, dass die Entscheidung der Regierung ohne Berücksichtigung der Position des Sonderausschusses für Halloumi und trotz des zuvor geäußerten Widerspruchs der Branche getroffen wurde. Die Erzeuger erklären, dass die Senkung des Anteils traditioneller Rohstoffe den Charakter des geschützten Ursprungsprodukts untergräbt und zu dessen „Entwertung“ führt.

Die Organisationen fordern zudem Aufklärung von den zuständigen Ministerien über den steigenden Anteil von Kuhmilch an der Halloumi-Produktion und eine mögliche Überschreitung der vereinbarten Normen um 10%, was sich laut offiziellen Daten abzeichnet. Gesondert wird die Frage der Folgen der Maul- und Klauenseuche-Epidemie aufgeworfen, die zu Viehverlusten und einer Verringerung der Kuhmilchmengen führte.

Darüber hinaus bitten die Verfasser des Briefes um eine Überprüfung der Verwendung von Milchpulver in der Produktion und dessen Konformität mit den EU-Verordnungen, einschließlich der Übergangsbestimmungen für Produkte mit geschützter Ursprungsbezeichnung.

In dem Schreiben wird hervorgehoben, dass Halloumi die Verbindung zur traditionellen Herstellung — vom Rohstoff bis zur Verarbeitung — beibehalten muss, um sowohl für die Viehzüchter als auch für die Käsereiindustrie einen Wert zu sichern. Die Erzeuger warnen, dass eine weitere Verringerung der Bedeutung von Ziegen- und Schafmilch das Produkt in eine standardisierte Massenware verwandeln und seinen einzigartigen Status auf dem Markt untergraben könnte.

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