Selbstgebauter Sprengsatz explodiert vor Restaurant in Limassol
Am frühen Dienstagmorgen ereignete sich im Bereich des alten Hafens von Limassol eine Explosion vor einem Fast-Food-Restaurant.
Nach Angaben der Polizei näherten sich gegen 05:00 Uhr zwei Unbekannte dem Gebäude und deponierten am Eingang einen kleinen selbstgebauten Sprengsatz mit geringer Sprengkraft, der kurz darauf detonierte. Durch die Explosion entstand Sachschaden am Gebäude.
Die Ermittler bringen diesen Vorfall mit einer Serie von Angriffen auf einen 40-jährigen russischen Geschäftsmann in Verbindung, der unter Polizeischutz steht und als enger Vertrauter des zuvor ermordeten Unternehmers Stavros Demosthenous gilt.
Dies ist bereits der dritte derartige Vorfall im Zusammenhang mit diesem Geschäftsmann in den letzten vier Monaten. Zuvor hatten Unbekannte zweimal Brandanschläge auf sein Eigentum verübt:
- im November 2025 wurden seine Autos auf einem Parkplatz in Mouttagiaka in Brand gesteckt;
- im Dezember wurde der Eingang zu seinem Geschäft an der Uferpromenade von Germasogeia angezündet.
Die Polizei vermutet, dass hinter den Angriffen eine kriminelle Bande stecken könnte, die Schutzgelder von Unternehmern erpresst.
Derzeit werten die Ermittler Aufnahmen von Überwachungskameras aus, befragen Zeugen und führen kriminaltechnische Untersuchungen der Beweismittel vom Tatort durch.
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