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In der Zentralgefängnis Nikosia starb ein 35-jähriger Häftling nach einem Konflikt mit einem anderen Insassen

08.12.2025 / 14:00
Nachrichtenkategorie

Die Abteilung für Strafuntersuchungen Nikosia (TAE) untersucht den Tod eines 35-jährigen ausländischen Häftlings, der eine lange Haftstrafe im Zentralgefängnis Zyperns verbüßte. Der Vorfall ereignete sich in Block Nr. 4 nach einem kurzen Zwischenfall mit einem anderen Insassen — einem Zyprioten, der wegen leichteren Delikten verurteilt wurde.

Der zypriotische Insasse betrat die Zelle des 35-jährigen Ägypters und verließ sie wenige Sekunden später wieder. Zwischen ihnen kam es offenbar zu einem Konflikt, woraufhin die Aufseher eingriffen und die Häftlinge trennten. Laut Berichten versuchte der Ägypter anschließend erneut, zu dem anderen Insassen zu gelangen, und bestand darauf, ihn schlagen zu wollen.

Aufgrund der allgemeinen Anspannung betrat die Sicherheitseinheit des Gefängnisses den Block, und alle Insassen wurden in ihren Zellen eingeschlossen. Der 35-Jährige wurde im Büro der Aufseher zurückgelassen. Etwa 8–10 Minuten später fühlte er sich unwohl und verlor das Bewusstsein. Ein Krankenwagen wurde gerufen und die TAE Nikosia informiert.

Nach ersten Angaben der Aufseher gab es keine sichtbaren Spuren von Gewalt am Körper des Ägypters. Die genaue Todesursache wird nach der morgigen gerichtsmedizinischen Untersuchung festgestellt. Die Aufnahmen der Überwachungskameras des Blocks wurden bereits der Polizei übergeben.

Die Ermittler der TAE nehmen Aussagen von Aufsehern und Insassen auf, um festzustellen, ob körperliche Gewalt stattgefunden hat und wie sich die Ereignisse genau entwickelt haben. Auch der zypriotische Insasse, der in den Vorfall verwickelt war, wird vernommen. Es ist bekannt, dass der Verstorbene eine 17-jährige Haftstrafe wegen fahrlässiger Tötung einer jungen Frau in einem Dorf im Bezirk Larnaka verbüßte. Die Botschaft seines Landes wurde bereits informiert, um seine Angehörigen zu benachrichtigen.

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