Dürre zerstört Zyperns Wälder: Im Zedertal sind bereits 40% der Bäume verdorrt

Die jahrelange Dürre richtet schwere Schäden in den Wäldern Zyperns an: Laut dem Forstamt sind im Zedertal bereits rund 40% der Bäume vertrocknet. Der Direktor des Amtes, Savvas Ezekiel, erklärte, die Situation sei beispiellos und bedrohe die ältesten Wälder der Insel.
Nach Einschätzung der Förster beginnen nun auch ausgewachsene Zedern und Kiefern zu sterben — nicht nur junge Setzlinge. Sollte Zypern noch einen weiteren trockenen Winter erleben, „könnte das Land viele Bäume verlieren, die mehrere hundert Jahre alt sind“. Die aktuelle Dürre ist vom Ausmaß her vergleichbar mit dem Jahr 2008.
Schwere Verluste wurden in den Gebieten Kakkomallis und Machairas festgestellt, wo die Türkische Kiefer (Pinus brutia) und die endemische Gold-Eiche (Quercus alnifolia) schnell austrocknen.
Die Dürre hat auch natürliche Quellen und Flüsse getroffen: Wildvögel und Tiere bleiben mancherorts ohne Zugang zu Wasser. Durch die ausgetrocknete Vegetation ist die Waldbrandgefahr stark gestiegen — in den Wäldern sammelt sich große Mengen trockener Biomasse an, und wie die Förster betonen: „Wenn alles trocken ist, gibt es für das Feuer einfach keinen Halt.“
Um die „Brennstofflast“ zu reduzieren und gleichzeitig Bergfamilien zu unterstützen, wird das Forstamt die jährlichen Brennholzquoten erhöhen: für Berggemeinden von 10 auf 12 Kubikmeter pro Familie, für Tieflandgemeinden von 4 auf 5 Kubikmeter.
Experten erinnern daran, dass wiederholte Dürrejahre bereits zu einem massenhaften Absterben von Oliven-, Johannisbrot- und Kiefernbäumen führen, während sich die natürlichen Wasserressourcen Zyperns nicht schnell genug erholen — das Land ist zunehmend auf Stauseen und entsalztes Wasser angewiesen.
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