Cyprus, Nicosia

TRNZ kritisierte Verteidigungsabkommen Zyperns mit Frankreich und EU-Politik

28.04.2026 / 13:55
Nachrichtenkategorie

Der Premierminister der TRNZ, Ünal Üstel, reagierte scharf auf die Erklärungen des Präsidenten der Republik Zypern, Nikos Christodoulides, zu einem neuen Verteidigungsabkommen mit Frankreich, das eine Ausweitung der französischen Militärpräsenz im Süden der Insel vorsieht.

Laut Üstel zeugen solche Schritte sowie die von der Führung der Europäischen Union, einschließlich der Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, geäußerten Positionen von einer Abkehr von einer „rationalen und ausgewogenen Politik“ in der Zypernfrage.

Er erklärte, dass die Verstärkung der Militärpräsenz im Süden Zyperns unter dem Vorwand humanitärer Zusammenarbeit faktisch Teil einer Militarisierungspolitik der Region sei. Seiner Behauptung nach könnte dies die Insel in einen „Schauplatz für internationale Streitkräfte“ verwandeln und die Spannungen verschärfen.

Üstel betonte zudem, dass Zypern in der Vergangenheit bereits mit den Folgen externer Einmischung und einer Konfrontationspolitik konfrontiert war und es inakzeptabel sei, die Wiederholung solcher Szenarien zuzulassen.

Zudem warf er der Europäischen Union den Verlust ihrer Neutralität vor und erklärte, dass der Ansatz der EU die Interessen der türkisch-zyprischen Seite ignoriere und den „ungleichen Status“ zwischen den Volksgruppen festschreibe.

Der Premierminister erinnerte an die Ereignisse nach dem Referendum über den Annan-Plan im Jahr 2004 und erklärte, dass die den türkischen Zyprern gegebenen Versprechen nicht eingehalten wurden und die EU selbst das Prinzip der politischen Gleichberechtigung weiterhin ignoriere.

Seiner Meinung nach ist eine nachhaltige Lösung auf Zypern nur möglich, wenn die Rechte beider Seiten berücksichtigt werden und die Existenz von „zwei Völkern und zwei politischen Realitäten“ auf der Insel anerkannt wird.

Üstel unterstrich, dass die TRNZ in Abstimmung mit der Türkei ihre Positionen in Fragen der Sicherheit, Souveränität und Regionalpolitik, einschließlich Energieprojekten im östlichen Mittelmeer, weiterhin verteidigen werde.

Er erklärte zudem, dass die türkisch-zyprische Seite „aufgezwungene Lösungen nicht akzeptieren“ werde und ihre Interessen auf internationaler Ebene vertreten werde.

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