Christodoulides: UN hat den „Kern“ der Zypern-Frage erreicht, Zypern ist bereit für Verhandlungen
Der Präsident der Republik Zypern, Nikos Christodoulides, erklärte, dass die neue Initiative des UN-Generalsekretärs zur Zypern-Regelung bereits zur Erörterung von Kernfragen übergegangen sei und die zyprische Seite bereit sei, sich zeitnah in den Prozess einzuschalten.
Vor Journalisten in Nikosia merkte das Staatsoberhaupt an, dass die aktive Phase der Initiative nach den Treffen des UN-Generalsekretärs mit dem türkischen Präsidenten sowie den Gesprächen mit der zyprischen Seite in Brüssel im März begonnen habe.
„Der Generalsekretär hat mit der Arbeit am Kern der Zypern-Frage begonnen, und wir sind bereit zu antworten, wenn er der Meinung ist, dass der Prozess die notwendige Reife erreicht hat“, betonte Christodoulides und fügte hinzu, dass eine mögliche Einladung zu Verhandlungen bereits in naher Zukunft erfolgen könnte.
Der Präsident wies zudem Behauptungen zurück, wonach innenpolitische Prozesse, einschließlich Wahlen oder der EU-Ratspräsidentschaft Zyperns, den Fortschritt der Verhandlungen behindern würden. Ihm zufolge hängen Verzögerungen mit der Position der türkischen Seite zusammen, die seiner Meinung nach in der aktuellen Phase keine Intensivierung des Dialogs anstrebe.
In Bezug auf die Kritik des türkisch-zyprischen Politikers Tufan Erhürman an Verteidigungsabkommen mit anderen Ländern erklärte Christodoulides, dass Zypern die internationale Zusammenarbeit weiter ausbauen werde.
Er unterstrich, dass er gleichzeitig als Führer der griechisch-zyprischen Gemeinschaft und als Präsident eines anerkannten Staates — Mitglied der EU und der UN — agiere. „Die Republik Zypern wird auch künftig Abkommen unterzeichnen, die ihren internationalen Status stärken und es ihr ermöglichen, auf moderne Herausforderungen zu reagieren“, stellte er fest.
Die Erklärungen des Präsidenten zeugen von der Bereitschaft Nikosias zu einer möglichen Wiederaufnahme der Verhandlungen unter UN-Schirmherrschaft, wobei gleichzeitig die Absicht betont wird, die internationale Position des Landes zu stärken.
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