Arbeitsunfälle auf Zypern innerhalb eines Jahrzehnts gesunken
Auf Zypern wurde in den letzten zehn Jahren ein deutlicher Rückgang der Arbeitsunfälle verzeichnet. Nach Angaben von Eurostat ereigneten sich im Jahr 2023 auf der Insel 1.314 nicht-tödliche Arbeitsunfälle, was 304,54 Fällen pro 100.000 Arbeitnehmer entspricht.
Zum Vergleich: Im Jahr 2013 lag dieser Wert noch deutlich höher. Damals wurden 1.529 Vorfälle registriert, und die Häufigkeitsrate erreichte 498,09. Somit ist über das Jahrzehnt hinweg ein stetiger Rückgang sowohl der Gesamtzahl der Verletzungen als auch ihrer Häufigkeit zu beobachten.
Die meisten Unfälle im Jahr 2023 wurden im Hotel- und Gaststättengewerbe verzeichnet — 282 Fälle. Es folgen der Bausektor (218 Vorfälle) und das verarbeitende Gewerbe (199 Fälle).
In der gesamten Europäischen Union ist ebenfalls eine positive Dynamik festzustellen: Im Jahr 2023 wurden 2,82 Millionen nicht-tödliche Arbeitsunfälle registriert — 3,8 % weniger als im Jahr 2013. Die Häufigkeitsrate sank von 1.686 auf 1.393 Fälle pro 100.000 Arbeitnehmer.
Gleichzeitig bleibt das Baugewerbe mit fast 2.900 Fällen pro 100.000 Arbeitnehmer der gefährlichste Wirtschaftszweig in der EU. Hohe Raten wurden auch in den Bereichen Wasserversorgung und Abfallentsorgung sowie Transport und Logistik verzeichnet.
Experten betonen, dass der Rückgang der Verletzungen auf strengere Sicherheitsstandards, die Kontrolle der Arbeitsbedingungen und ein gesteigertes Bewusstsein der Arbeitnehmer zurückzuführen ist. Einige Branchen erfordern jedoch weiterhin erhöhte Aufmerksamkeit, insbesondere vor dem Hintergrund steigender Beschäftigung und wirtschaftlicher Strukturveränderungen.
Trotz der positiven Entwicklung bleibt das Thema Arbeitsschutz auf Zypern aktuell, insbesondere in den risikoreichsten Wirtschaftssektoren.
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