RSCy 2026 Konferenz: Zypern plant, Brände alle 20 Minuten per Satellit zu überwachen
In Paphos wurde am Montag, dem 27. April 2026, das internationale Forum RSCy 2026 für Fernerkundung und Umweltgeoinformation eröffnet. Dort wurden Technologien vorgestellt, die helfen sollen, die Ausbreitung von Bränden mithilfe von Satellitendaten in Nahezu-Echtzeit zu überwachen.
Wie Diofantos Hadjimitsis vom Kompetenzzentrum „Eratosthenes“ der Technischen Universität Zypern mitteilte, können durch die Verarbeitung von Satellitenbildern alle 20 Minuten aktualisierte Prognosen zur Ausbreitungsrichtung des Feuers erstellt werden. Ihm zufolge erfolgt die Auswertung mit einer räumlichen Auflösung von fünf mal fünf Kilometern, was einer Fläche von 25 Quadratkilometern entspricht.
Das System wird es zudem ermöglichen, Satellitenbilder jedes beliebigen Gebiets zu erhalten. Unter Einsatz von künstlicher Intelligenz wird es möglich sein, Archivbilder desselben Ortes aus verschiedenen Zeiträumen abzurufen, um Veränderungen im Zeitverlauf zu verfolgen.
Hadjimitsis merkte an, dass bis 2030 der Start von 53 Satelliten geplant ist, was das verfügbare Datenvolumen für Länder, die an entsprechenden Programmen teilnehmen, erweitern wird. Bei der Eröffnung der Konferenz wurde auch über „Raumdiplomatie“ gesprochen: Anwesend waren Vertreter von Botschaften und diplomatischen Missionen aus Deutschland, Italien, Polen, Schweden, Ungarn, Griechenland, Ägypten und Indien.
Die RSCy 2026 findet vom 27. bis 29. April in Paphos statt. Die Konferenz wird zum 12. Mal durchgeführt und steht unter der Schirmherrschaft des zyprischen Vorsitzes im Rat der Europäischen Union.
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