Bauernprotest in Nikosia: Landwirte fordern Entschädigungen und das Ende der Schlachtung gesunder Tiere
Am 20. April 2026 hielten Viehzüchter in Zypern eine kurze Protestaktion am Eingang des Landwirtschaftsministeriums in Nikosia ab und blockierten kurzzeitig den Verkehr an der Kreuzung der Avenues Limassol und Athalassas. Sie forderten einen klaren Entschädigungsplan und das Ende der Schlachtung gesunder Tiere. Die Teilnehmer übergaben ein Memorandum an den Direktor des Veterinärdienstes, Christodoulos Pipis.
Die Erzeuger erklären, dass die Schlachtung von Tieren ohne klaren Auszahlungsmechanismus erfolgt. Die Organisatorin der Aktion, die Landwirtin und Metzgereibesitzerin Stella Petrou, sagte der Agentur KΥΠΕ, dass die erwarteten Entschädigungssummen „lächerlich“ seien: Nach ihrer Berechnung kostet ein Tier etwa 600 Euro, während 113 Euro angeboten werden.
Die Landwirte fordern den Stopp der Schlachtung gesunder Tiere und die Festlegung transparenter Auszahlungskriterien. Sie äußern zudem Besorgnis darüber, dass ähnliche Maßnahmen im Norden Zyperns nicht angewandt werden, was ihrer Meinung nach die Wirksamkeit der Seuchenbekämpfung verringert und den Handel mit Milchprodukten beeinträchtigt.
In dem Bericht wird darauf hingewiesen, dass Ausbrüche der Maul- und Klauenseuche auf der Insel zu restriktiven Maßnahmen geführt haben, einschließlich der Keulung von Tieren in infizierten Betrieben. Die Erzeuger warnen, dass die Branche ohne konkrete staatliche Unterstützung ernsthaft gefährdet ist: Die Erholung der Betriebe könnte etwa acht Monate nach dem letzten Fall dauern, und die Wiederaufnahme der Exporte einiger Produkte könnte nach ihrer Einschätzung drei bis fünf Jahre in Anspruch nehmen.
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