Zypern schließt Hantavirus-Bedrohung aus: Risiko wird als null eingestuft
In Zypern besteht kein Grund zur Besorgnis über eine mögliche Ausbreitung des Hantavirus, trotz Berichten über Todesfälle auf einem Kreuzfahrtschiff im Atlantik. Dies erklärte Kostas Constantinou, Spezialist für Infektionskrankheiten am staatlichen Krankenhaus in Nikosia, und betonte, dass solche Fälle im Land noch nie verzeichnet wurden.
Laut dem Spezialisten sei das Risiko für Zypern „null“, da sich unter den Passagieren des Schiffes keine Bürger der Insel befanden. Daher halten es die Behörden nicht für erforderlich, zusätzliche Kontrollmaßnahmen an Flughäfen und Seehäfen einzuführen.
Das Hantavirus ist eine Gruppe von Viren, die hauptsächlich durch Kontakt mit Nagetierausscheidungen übertragen werden. Es kann zwei Haupterkrankungen verursachen: das hantavirus-induzierte kardiopulmonale Syndrom (HPS), das in Amerika verbreitet ist und eine hohe Sterblichkeit aufweist, und das hämorrhagische Fieber mit renalem Syndrom (HFRS), das in Europa häufiger vorkommt und milder verläuft. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist extrem selten.
Der Experte wies darauf hin, dass es keine spezifische Behandlung für das Hantavirus gibt und die Therapie unterstützend erfolgt und von einer rechtzeitigen Diagnose abhängt. In Europa wurden bisher nur Einzelfälle registriert, unter anderem in Nordgriechenland.
Was den Vorfall auf dem Kreuzfahrtschiff betrifft, so wurde die Infektionsquelle noch nicht endgültig geklärt. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Infektion bereits vor Reiseantritt erfolgte.
Nach Einschätzung der Fachleute ist die Situation somit unter Kontrolle und es besteht derzeit keine Gefahr für die Bevölkerung Zyperns.
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