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Zypern ändert Deponiesteuer: Stufenweise Erhöhung bis 2039, „Pay-As-You-Throw“-System ab 2027

18.02.2026 / 16:24
Nachrichtenkategorie

Die zyprischen Behörden überarbeiten die Deponiesteuer: Diese wird bis 2039 schrittweise erhöht. Parallel dazu plant die Regierung, ab 2027 das „Pay-As-You-Throw“-System (ΠΟΠ) einzuführen, das durch Mülltrennung an der Quelle die Abfallmengen erheblich reduzieren soll.

Umweltministerin Maria Panayiotou erinnerte nach der Kabinettssitzung daran, dass der Satz für die Deponierung von Abfällen bereits von 35 auf 10 Euro gesenkt wurde. Ab 2028 ist eine schrittweise Erhöhung um jeweils 5 Euro vorgesehen.

Laut der Ministerin gibt der stufenweise Mechanismus dem Staat Zeit, das Netzwerk von Anlagen zur Verarbeitung von gemischten und getrennt gesammelten Abfällen im Rahmen des nationalen Plans für kommunale Abfallwirtschaft fertigzustellen. Gleichzeitig können sich die lokalen Behörden auf die vollständige Einführung von Trennprogrammen über das ΠΟΠ-System vorbereiten.

Schätzungen zufolge könnte die jährliche Belastung pro Haushalt für die Müllabfuhr bis 2027 ohne das ΠΟΠ-System 10,60 Euro erreichen. Bei Anwendung des neuen Modells wird der Betrag niedriger ausfallen – voraussichtlich zwischen 2,54 und 6,76 Euro.

Die Regierung erklärt, dass ihr Ziel nicht darin besteht, zusätzliche Kosten auf die Bürger abzuwälzen. Zur Unterstützung der Reform erhalten die lokalen Selbstverwaltungsorgane insgesamt 46 Millionen Euro, wovon 23 Millionen Euro an die Verabschiedung der Deponiesteuer im Rahmen des Aufbau- und Resilienzplans gebunden sind.

Im Jahr 2026 beginnt die schrittweise Verteilung weiterer 48 Millionen Euro für die Entwicklung der Mülltrennung – abhängig vom Fortschritt bei der Umsetzung lokaler Aktionspläne. Offene Fragen bleiben bestehen, darunter die Einreichung detaillierter Pläne und die Modernisierung der Infrastruktur von Abfallverarbeitungsanlagen. Der Staat hat bereits eine spezielle Studie in Auftrag gegeben, um Fehler der Vergangenheit zu vermeiden, insbesondere die Probleme, die bei der Anlage in Pentakomo festgestellt wurden.

Die Ministerin betonte, dass es sich nicht nur um eine technische Änderung des Steuersatzes handelt, sondern um einen strategischen Übergang zu einem neuen Modell der Abfallwirtschaft – mit Schwerpunkt auf der Reduzierung der Abfallmengen, der Entwicklung des Recyclings und dem Umweltschutz.

Demnach ist der Start des „Pay-As-You-Throw“-Systems für 2027 geplant. Die gesetzliche Grundlage ist bereits vorhanden, und die Aufgabe der Behörden ist es, ihre korrekte und faire Anwendung sicherzustellen. Die jährliche Erhöhung um 5 Euro wird bis 2039 beibehalten, die tatsächliche finanzielle Belastung wird jedoch von der Effizienz der Einführung des ΠΟΠ-Systems und der Reduzierung des Gesamtabfallaufkommens abhängen.

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