Zypern beginnt mit dem sofortigen Entzug von Führerscheinen wegen Alkohol und Drogen
In Zypern wurde ein neues Verfahren zum sofortigen Entzug der Fahrerlaubnis für Fahrer eingeführt, die eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellen.
Wie die zyprische Polizei mitteilte, wurden die Befugnisse zum Entzug von Führerscheinen vom Verkehrsminister in seiner Funktion als Leiter der Zulassungsstelle an den Polizeichef übertragen.
Ab dem 6. April 2026 kann ein Bescheid über den Entzug der Fahrerlaubnis direkt vor Ort bei einer Verkehrskontrolle durch einen Polizeibeamten zugestellt werden, wenn schwerwiegende Verstöße festgestellt werden.
Gründe für den sofortigen Entzug der Fahrerlaubnis sind:
- Fahren unter Drogeneinfluss;
- Verweigerung der Abgabe einer Speichelprobe für einen Drogentest;
- erneutes Fahren unter Alkoholeinfluss innerhalb von 12 Monaten;
- Verweigerung der Abgabe einer Atemprobe für einen Alkoholtest ohne triftigen Grund.
Solche Verstöße gelten als schwerwiegend und werden vor Gericht gebracht.
Um den Führerschein zurückzuerhalten, muss der Fahrer dem zyprischen Straßenverkehrsamt ein ärztliches Gutachten vorlegen, das bestätigt, dass er sicher am Straßenverkehr teilnehmen kann. Eine medizinische Untersuchung durch eine Kommission kann ebenfalls erforderlich sein.
Nach Angaben der Behörden soll das neue Verfahren die Durchsetzung von Maßnahmen beschleunigen und die Verkehrssicherheit erhöhen.
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