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Öl verbilligt sich vor dem Hintergrund der US-Iran-Verhandlungen: Wann Kraftstoff in Zypern und der EU günstiger werden könnte

25.05.2026 / 10:15
Nachrichtenkategorie

Die weltweiten Ölpreise sind vor dem Hintergrund der Gespräche zwischen den USA und dem Iran über eine mögliche Wiederaufnahme der Schifffahrt durch die Straße von Hormus gesunken – eine Schlüsselpiste für die weltweiten Öl-Lieferungen.

Am Sonntag fiel der Preis für Brent-Öl um etwa 1,5 % auf 99 Dollar pro Barrel, während das amerikanische Leichtöl WTI um fast 5 % auf 92 Dollar nachgab. Investoren führen dies auf die Erwartungen einer Öffnung der Straße von Hormus zurück, durch die rund 20 % der weltweiten Öl-Lieferungen transportiert werden.

Die Meerenge bleibt seit Ende Februar nach Beginn des militärischen Konflikts in der Region praktisch blockiert. Laut Analysten könnte der Transit, falls die Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen werden, bereits Anfang Juni teilweise wieder aufgenommen werden.

Experten von JPMorgan gehen davon aus, dass sich die Ölpreise im Falle einer Öffnung der Meerenge bis Ende 2026 bei etwa 97 Dollar pro Barrel stabilisieren werden. Das könnte zu einem allmählichen Rückgang der Kraftstoffpreise in Europa und in Zypern führen.

Nach Einschätzung von Energieanalysten werden die Einwohner der EU-Länder die erste Senkung der Benzin- und Dieselpreise 2–4 Wochen nach der Wiederaufnahme der Lieferungen durch die Straße von Hormus spüren können. In der Regel reagiert der Einzelhandelsmarkt mit einer gewissen Verzögerung auf Veränderungen des Ölpreises, da Kraftstoffvorräte und Lieferverträge berücksichtigt werden müssen.

In Zypern könnte der Preisrückgang in der zweiten Junihälfte oder Anfang Juli beginnen, sofern sich die geopolitische Lage nicht erneut verschlechtert. Fachleute warnen jedoch, dass mit einem starken Preisrückgang nicht zu rechnen ist: Hohe Transportkosten und die anhaltende Spannung im Nahen Osten werden den Markt weiterhin unter Druck setzen.

Unterdessen hat der Preisanstieg die Verbraucher bereits erheblich getroffen. In den USA waren die diesjährigen Memorial-Day-Feiertage die teuersten seit vier Jahren: Der durchschnittliche Benzinpreis erreichte 4,51 Dollar pro Gallone, was mehr als 50 % über dem Niveau vor Beginn des Konflikts liegt.

Ökonomen weisen darauf hin, dass die weitere Preisentwicklung direkt von der Stabilität der Öllieferungen und den Ergebnissen der Verhandlungen zwischen Washington und Teheran abhängen wird.

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