Recherche: Saisonarbeit auf Zypern endet in Belästigung und illegaler Beschäftigung
Hinter Angeboten für Saisonarbeit in den Ferienregionen Zyperns verbergen sich häufig sexueller Druck, illegale Beschäftigung und die Abhängigkeit der Arbeitnehmer von ihren Arbeitgebern. Zu diesen Schlussfolgerungen kamen britische Journalisten, die die Arbeitsbedingungen junger ausländischer Frauen untersuchten, die für die Sommersaison auf die Insel kommen.
Berichten zufolge sehen sich Arbeitnehmerinnen bei der Beschäftigung in Bars und Clubs erniedrigenden Bemerkungen und Anspielungen intimer Natur ausgesetzt, und Gespräche über die Arbeit werden mitunter von persönlichen Angeboten im Austausch gegen Schichten oder bessere Bedingungen begleitet.
Ein gesondertes Problem stellen die Wohnbedingungen dar. Die jungen Frauen werden in Unterkünften mit schlechten sanitären Bedingungen und unzureichender Sicherheit untergebracht. Nach der Ankunft werden ihnen häufig zusätzliche Kosten in Rechnung gestellt — Kautionen, Nebenkosten und Gebühren, über die sie zuvor nicht informiert wurden.
Ebenso wird die weit verbreitete Praxis der Arbeit ohne offizielle Genehmigungen und Verträge hervorgehoben, wodurch Arbeitnehmer ihren rechtlichen Schutz verlieren und besonders verletzlich werden.
Experten betonen, dass das Problem strengere Kontrollen und transparente Regeln im Bereich der Saisonbeschäftigung erfordert, insbesondere in den touristischen Regionen der Insel.
Sie könnten auch interessiert sein an:
- Brandgefahr auf Zypern durch starke Winde verschärft
- Christodoulidis wird Zusammenarbeit zwischen Europa und den Golfstaaten auf Forum in Athen erörtern
- Zypern versichert, dass elektronische EU-Rezepte keine Arzneimittelengpässe verursachen werden
- Zypern genehmigt Bau des ersten Krematoriums
- Wissenschaftler entdecken Hantavirus-Spuren im Sperma sechs Jahre nach Infektion

