Türkisch-zyprische Seite lehnt Gasabkommen zwischen Zypern und Ägypten ab und wendet sich an die UN

Die Türkei hat im Namen der Zyperntürken einen Brief an die Vereinten Nationen gerichtet, in dem sie ihre Ablehnung des am 30. März 2026 in Kairo am Rande der EGYPES 2026-Konferenz unterzeichneten Abkommens zwischen der Republik Zypern und Ägypten zum Ausdruck bringt. Das Dokument betrifft die Zusammenarbeit bei der Erschließung und dem möglichen Abbau von Erdgas in der ausschließlichen Wirtschaftszone Zyperns.
In dem Schreiben wird behauptet, dass das Abkommen nach Ansicht der türkisch-zyprischen Seite die „unveräußerlichen Rechte der Zyperntürken“ an den natürlichen Ressourcen der Insel verletzt. Es wird die Position unterstrichen, dass die Kohlenwasserstoffe Zyperns beiden Volksgruppen gleichermaßen gehören und jegliche Maßnahmen zu ihrer Erschließung ohne Zustimmung der Zyperntürken als einseitig betrachtet werden.
Vertreter der türkisch-zyprischen Seite erklärten, sie betrachteten das Abkommen als „null und nichtig und ohne Rechtswirkung“ und sähen darin den Versuch, in der Frage der Energieressourcen der Region vollendete Tatsachen zu schaffen.
Gleichzeitig wird in dem Brief erneut die Unterstützung für den Dialog und die Idee einer gemeinsamen Verwaltung der natürlichen Ressourcen der Insel betont. Als Argument werden frühere Erklärungen und Berichte des UN-Generalsekretärs angeführt, in denen die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen beiden Seiten hervorgehoben wurde.
Die türkisch-zyprische Seite ruft zudem die internationale Gemeinschaft dazu auf, die Schaffung eines Mechanismus für eine gemeinsame Interaktion in Fragen der Kohlenwasserstoffe auf Zypern zu fördern, und macht geltend, dass nur ein solcher Ansatz eine gerechte Verteilung der Ressourcen und Stabilität in der Region gewährleisten könne.
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