Tausende Touristen verlassen Zypern, ohne Bußgelder von Verkehrskameras zu bezahlen

Auf Zypern gibt es ein ernstes Problem mit unbezahlten Bußgeldern für Verkehrsverstöße, die von automatischen Kameras aufgezeichnet wurden. Verkehrsminister Alexis Vafeiadis erklärte, dass Tausende Touristen die Insel verlassen, ohne ihre Strafen zu bezahlen, da es in den meisten Fällen unmöglich ist, die Fahrer der Mietwagen zu identifizieren.
Laut offiziellen Angaben wurden seit dem Start des Kamerasystems im Jahr 2022 insgesamt 17.222 Verstöße mit Mietfahrzeugen registriert. Davon wurden nur etwa 800 Bußgelder bezahlt und weitere 1.400 den identifizierten Fahrern zugeordnet. In 8.277 Fällen läuft die Identifizierung noch, während bei 6.745 Fahrzeugen die Fahrer nicht festgestellt werden konnten.
Das Problem liegt im fehlenden Informationsaustausch zwischen Autovermietungen und der Verkehrspolizei. Obwohl die Vermieter verpflichtet sind, Kundendaten bereitzustellen, geschieht dies in der Praxis unregelmäßig, wodurch die meisten Täter straffrei bleiben.
Der Verkehrsminister erklärte, dass die Regierung Gesetzesänderungen vorbereitet, die Autovermietungen verpflichten werden, Fahrerinformationen umgehend an das elektronische Bußgeldsystem zu übermitteln. Außerdem wird erwogen, diese Daten mit den Grenzbehörden zu verknüpfen, damit Bußgelder vor der Abreise der Touristen eingezogen werden können.
Verkehrssicherheitsexperten warnen, dass ohne eine Lösung die Wirksamkeit des gesamten Überwachungssystems gefährdet sei. Sie fordern strengere Kontrollen der Mietwagenfirmen und eine bessere Aufklärung der Touristen über die Verkehrsregeln und Bußgelder auf Zypern.
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