Wohnungsbaukredite auf Zypern trotz regionaler Krise um fast ein Viertel gestiegen
Im ersten Quartal 2026 verzeichnete der Markt für Wohnungsbaukredite auf Zypern ein robustes Wachstum. Nach Angaben der Zentralbank stieg das Volumen neuer Wohnungsbaukredite im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 24,5 %, ungeachtet der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten.
Der Gesamtbetrag der neu an Haushalte vergebenen Kredite erreichte 437 Millionen Euro, gegenüber 371 Millionen Euro im Vorjahr. Dies war der höchste Quartalswert seit 2022.
Besonders deutlich war der Zuwachs im Segment der Hypothekendarlehen. Neue Wohnungsbaukredite beliefen sich auf 353,6 Millionen Euro, während dieser Wert im ersten Quartal 2025 noch bei 284,1 Millionen Euro gelegen hatte. Analysten betonen, dass die Nachfrage nach Wohnraum und Bankfinanzierungen trotz außenpolitischer Instabilität und wirtschaftlicher Unsicherheit stabil bleibt.
Gleichzeitig zeigte der Markt für Unternehmenskredite eine gegenteilige Dynamik. Das Gesamtvolumen neuer Kredite für Unternehmen sank auf 635 Millionen Euro, verglichen mit 851 Millionen Euro im Vorquartal. Der deutlichste Rückgang wurde im Segment der Großkredite über eine Million Euro verzeichnet — von 730,8 Millionen Euro auf 492,3 Millionen Euro.
Gleichzeitig verzeichneten Kredite an kleine und mittlere Unternehmen in Höhe von bis zu einer Million Euro einen Zuwachs auf 142,3 Millionen Euro. Experten führen dies auf eine vorsichtigere Politik der Banken und eine geringere Aktivität bei großen Investitionsprojekten zurück.
Zudem sank das Volumen der restrukturierten Kredite sowohl für Haushalte als auch für Unternehmen. Dies könnte auf eine allmähliche Verbesserung der finanziellen Stabilität der Kreditnehmer hindeuten.
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