Cyprus, Nicosia

Finanzporträt Zyperns: Haushalte häufen Vermögen an, die Schuldenlast sinkt

30.04.2026 / 15:14
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Das Vermögen der privaten Haushalte auf Zypern erreichte bis Ende 2025 einen Wert von 65,1 Mrd. Euro, wie aus den Quartalsdaten der Zentralbank hervorgeht. Der Großteil der Mittel – 53 % – entfällt auf Bargeld, Einlagen und Kredite, was auf eine anhaltende Vorsicht der Bevölkerung bei Investitionen hindeutet.

Weitere 26 % des Vermögens sind in Aktien angelegt, 17 % in sonstigen Finanzinstrumenten und lediglich 3 % in Wertpapieren. Diese Struktur spiegelt ein moderates Interesse am Aktienmarkt bei gleichzeitig hohem Anteil an liquiden Mitteln wider.

Gleichzeitig beliefen sich die Schulden der privaten Haushalte auf 19,8 Mrd. Euro, was auf 54 % des BIP sank. Dies ist etwas niedriger als im Vorquartal und deutlich weniger als im Jahr 2016 – in diesem Zeitraum verringerte sich die Schuldenlast um 64 %.

Nichtfinanzielle Unternehmen weisen ebenfalls ein erhebliches Vermögen auf – 78,4 Mrd. Euro. In ihrer Struktur dominieren Aktien (38 %) und sonstige Finanzanlagen (32 %), während der Anteil an Bargeld und Einlagen 23 % beträgt.

Die Gesamtverschuldung der Unternehmen erreichte 39,2 Mrd. Euro, was 107 % des BIP entspricht. Trotz des hohen Niveaus hat sich dieser Wert im Vergleich zu 2016 fast halbiert, was auf eine allmähliche Stabilisierung des Unternehmenssektors hindeutet.

In anderen Segmenten des Finanzsystems beliefen sich die Aktiva von Versicherungsgesellschaften auf 6,2 Mrd. Euro, von Investmentorganisationen auf 7,4 Mrd. Euro und von Pensionsfonds auf 4,9 Mrd. Euro. Dabei investieren Versicherungsgesellschaften aktiv in Aktien (45 %) und Wertpapiere (28 %), Investmentfonds leiten bis zu 80 % der Mittel in Aktien und Pensionsfonds etwa 57 %.

Experten weisen darauf hin, dass diese Zahlen von einer allmählichen Stärkung der Finanzstabilität Zyperns zeugen: Die Schuldenlast sinkt und die Investitionstätigkeit bleibt trotz der globalen wirtschaftlichen Unsicherheit bestehen.

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