Polnische archäologische Mission schloss die Ausgrabungssaison 2025 in Unter-Paphos ab

Die gemeinsame archäologische Mission der Universität Warschau und der Jagiellonen-Universität Krakau in Unter-Paphos für das Jahr 2025 ist abgeschlossen. Die Forschungen wurden unter der Leitung von Professorin Evdoksia Papuci-Vladika durchgeführt, mit Beteiligung von Spezialisten der Technischen Universität Warschau, der Universität Hamburg, der Technischen Universität Breslau und des Nationalmuseums Krakau.
Das Jahr 2025 war symbolträchtig für die polnische Archäologie auf Zypern: Es markierte 60 Jahre Forschung im Gebiet von Malutena und 15 Jahre Ausgrabungen auf dem Agora-Gelände des antiken Paphos.
Funde in Malutena
Die Ausgrabungen konzentrierten sich auf den Graben MAL TT.X, in dem gut erhaltene architektonische Überreste der späten hellenistischen Periode entdeckt wurden. Zu den bedeutendsten Funden gehört ein versiegelter Amphorenhenkel mit dem Namen von Rhodos des namensgebenden Archons Aristombrotidas, datiert auf etwa 117 v. Chr.
Archäologen entdeckten auch Fragmente von Schmelztiegeln für Metalle, was auf das Vorhandensein eines Handwerks- oder Produktionskomplexes in der Gegend hinweist.
Forschungen auf der Agora
Im nördlichen Teil der östlichen Stoa der antiken Agora wurde das Fundament einer zuvor unbekannten Kolonnade mit Resten von zwei kannelierten Säulen aus einer früheren Bauphase entdeckt.
Darüber hinaus entdeckten die Archäologen einen Absetzbecken aus der ersten Hälfte des 2. Jahrhunderts v. Chr., das über einen Tonwasserkanal mit einem Brunnen verbunden war.
Studium und Konservierung
Parallel zu den Ausgrabungen wurde eine detaillierte Dokumentation von etwa 350 architektonischen Elementen aus Wohnkomplexen der Gegend, einschließlich der Theseus-Villa und des Hauses des Aeon, durchgeführt. Im Archäologischen Museum von Paphos konservierten die Spezialisten 71 Münzen und Metallobjekte, darunter ein Fragment aus Goldfolie und ein Henkel einer bronzenen Situla.
Jubiläumsjahr für die polnische Archäologie
Im Rahmen der Jubiläumsveranstaltungen 2025 fand das IV. Internationale Nea Paphos Kolloquium in Warschau und Krakau statt, sowie die Fotoausstellung „Von Malutena bis zur Agora“ in der Galerie „En Plo“.
Darüber hinaus wurde in Paphos offiziell die Forschungsabteilung des Polnischen Zentrums für Mediterrane Archäologie der Universität Warschau eröffnet, ein wichtiger Schritt zur Stärkung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Polen und Zypern.
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